Palästina

Palästina heißt zum einen die Region an der südöstlichen Küste des Mittelmeeres und inkludiert somit Israel, Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Jordanien. Namentlich geht Palästina auf die Philister zurück. Die Briten haben diese Bezeichnung für ihr Mandatsgebiet Ende des 1.Weltkrieges übernommen.

Zum anderen kann mit der Bezeichnung Palästina die palästinensischen Gebiete gemeint sein, welche die Westbank und Gaza umfassen. Die Hauptstadt der palästinensischen Gebiete ist Ramallah.

Als Palästinenser gelten heute die Bewohner im Westjordanland und des Gazastreifens, die arabisch sprechen. Früher allerdings wurden die Bewohner des Britischen Mandatsgebiets Palästina als Palästinenser bezeichnet. Die Mehrzahl des Palästinenser sind Muslime.

Die palästinensischen Ursprünge gehen auf das 3. Jahrtausend v. Chr. zurück. Verschiedene Stadtstaaten entwickelten sich in den Regionen. Kulturen und Religionen aus Ägypten, Syrien, Mesopotamien und Kleinasien trafen aufeinander, wodurch sich ein zukünftiges Konfliktpotential bereits andeutete.

Die Ägypter hatten die Vormachtstellung in dieser Konstellation inne, bis die Amoriter, Hethiter und Hurriter einwanderten. Seit jeher konnte sich die ägyptische Macht nicht mehr halten. Die Einwanderungen nahmen zu, so auch die philistischen Einwanderer, die sich um Gaza und Askalon niederließen.

Die Philister gründeten hier den Fünf-Städte-Bund („Pentapolis“), der sich aus den Stadtstaaten Aschdod, Askalon, Ekron, Gath und Gaza zusammensetzte. Regiert wurde der Fünf-Städte-Bund durch eingesetzte Fürsten. Das Zentrum des Fünf-Städte-Bunds wechselte von Zeit zu Zeit. Die ägyptische Macht wurde immer schwächer, so dass die Philister die Vormacht in der gesamten Region behielten. Diese Machtstellung hielten sie solange, bis König David Regierungszeit begann.

Soviel zu den Ursprüngen der Region. Anfang des 20. Jahrhundert gab es erste Bestrebungen, das Gebiet Palästina unabhängig werden zu lassen. Die britische Kolonialmacht ließ dies aber nicht zu. Auch am Ende des britischen Mandats kam es nicht, wie vom Völkerbund erwünscht, zu einer Staatsgründung. 1948 kam es nämlich nur zur Gründung Israels. Die arabische Seite hatte den Plan des Völkerbunds abgelehnt.

Das Westjordanland wurde zu einem Gebiet von Jordanien, während der Gazastreifen einer ägyptischen Verwaltung untergeordnet wurde. Derzeit wird der Gazasteifen von der islamistischen Gruppierung Hamas kontrolliert. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen in diesem Krisenherd, weshalb die gesamte Region als Krisengebiet gilt.